Die Welle – großes Theater am MPG

„Wie konnten die Menschen damals zulassen, dass die Nazis ihre Verbrechen begingen? Es waren ja nicht alle Nazis“ – Um ihren Schülern dies begreiflich zu machen, überlegt sich die Geschichtslehrerin Ms. Ross ein Experiment: Die Schüler sollen selbst erfahren, wie leicht man sich in einer totalitären Bewegung selbst verlieren kann. Darum gründet sie „Die Welle – Stärke durch Disziplin – Stärke durch Gemeinschaft“. Der Slogan kommt in der Klasse gut an. Vor allem die Außenseiterin Roberta freut sich endlich Teil von etwas zu sein und wird zu einer fanatischen Anhängerin.

Schnell beginnt sich das eigentlich harmlose Experiment aber zu verselbstständigen. Die Welle fordert ihre ersten Opfer, denn Mitschüler, die sich der Bewegung verweigern, werden brutal zusammengeschlagen. Auch Laurie von der Schülerzeitung wird langsam mulmig und der Druck auf Ms Ross wächst, das Projekt abzubrechen. Sie aber will den Schülern unbedingt eine Lektion erteilen, die sie nie mehr vergessen. Daher lädt sie alle zu einer Versammlung ein, bei der sie den Erfinder der Bewegung vorstellen möchte. Als sie dann ein Band von Adolf Hitler abspielt ist der Schock groß.

Die Welle – nach dem Roman von Morton Rhue, in der Bühnenfassung von Reinhold Tritt und dem Experiment von Ron Jones führt uns vor Augen, wie schnell unsere demokratische Welt ins Wanken geraten kann, wenn man den Verlockungen des Faschismus erliegt. Gerade heute übt rechtsextremes Gedankengut auf junge Menschen wieder eine stärkere Anziehungskraft aus. Auch aus diesem Grund hat sich die Theater AG für das Stück entschieden. Für eine hervorragende Leistung gab es dann auch den Applaus und das Dankeschön der Schulleitung an Schüler, Lehrerinnen und Techniker.

In den Rollen waren zu sehen:

Charlotte Leihenseder (Ms. Ross), Nick Neugum (Chris Ross), Selina Schönek (Laurie), Lilli Mühlberger (David), Roberta (Pia Irmer), Sarah Heller (Amy), Ronja Irmer (Carl), Anna Kleeberg (Alex), Paula Pienek (Brian), Sari Fried (Brad), Mio Link (Eric), Melina Ratz (Georgia), Lucia Nguyen (Stella, Ms. Billings), Victoria Linning (Janet), Jasmin Körner (Aaron), Eike Teigelkamp (Trainer Schiller), Olena Vasylieva (Direktorin Owens), Amelie Mertins (Mr. Saunders), Lea Scheible (Ms. Saunders).

Regie führten Sabine Hamp, Nicole Lüber und Miriam Schneiderhan.

Für die reibungslose Technik sorgten Jonathan Ziegler, Nico Hamp, Yves Fried, Oliver Väth, Sebastian Tuczek, Joshua Lunczer, Luca Tucciarone, Jakob Schrempf, Jakob Eschenbeck, Felix Teufel und Jakob Härer.

Souffleuse war Henriette Weiß.

Um die Maske kümmerten sich Lenka Schiek, Henriette Weiß, Naima Kaiserauer und Hannah Mühlberger.

Vielen Dank an alle Beteiligten für zwei großartige Abende!