












Aktuelle Studien zeigen, dass immer mehr Kinder und Jugendliche unter psychischen Belastungen leiden – Themen wie Ängste, Depressionen, Essstörungen oder Entwicklungsbesonderheiten prägen zunehmend auch den Schulalltag. Schule ist damit nicht nur Lern-, sondern auch Lebensraum und trägt eine besondere Verantwortung.
Vor diesem Hintergrund fand am 6. März 2026 am Max-Planck-Gymnasium Schorndorf ein Pädagogischer Tag mit rund 70 Lehrkräften, Schulbegleitern und Vertretern des Elternbeirats statt, um Wissen zu vertiefen und Handlungssicherheit im Umgang mit diesen Herausforderungen zu stärken.
Am Vormittag arbeiteten die Teilnehmenden in praxisnahen Workshops:
- Autismus I und II: Frau Samociuk, Autismusbeauftragte des Staatlichen Schulamts, stellte die Vielfalt der Autismus-Diagnose vor und erläuterte Chancen, konkrete Unterstützungsmöglichkeiten und Grenzen schulischen Handelns.
- Hochbegabung I und II: Frau Scholz, Leiterin der Profilgruppe Begabten- und Hochbegabtenförderung am Seminar Stuttgart und langjährige Lehrerin am Karls-Gymnasium Stuttgart, erklärte, was Hochbegabung bedeutet, sensibilisierte für besondere Bedürfnisse und präsentierte Förderansätze.
- Essstörungen: Sozialpädagogin und systemische Therapeutin Mica Neumann vermittelte fundiertes Basiswissen, enttabuisierte das Thema und stärkte die Handlungssicherheit im Umgang mit betroffenen Schülerinnen und Schülern.
- Psychische Erkrankungen: Daniel Barschtipan vom Verein Irrsinnig menschlich e.V. informierte über Fakten, Warnsignale sowie Präventions- und Bewältigungsstrategien und setzte sich für einen offenen Umgang ohne Stigmatisierung ein.
- Neurodivergenz: Daniela Schmitten, Leiterin einer Praxis für psychologische Beratung, beleuchtete praxisnah AD(H)S, Autismus-Spektrum-Störungen und Komorbiditäten sowie deren Bedeutung für den Schulalltag.
Am Nachmittag ergänzte ein Vortrag von Dr. Brügel, Kinderarzt in Schorndorf, die schulische Perspektive um medizinische Aspekte psychischer und psychosomatischer Entwicklungen im Kindes- und Jugendalter und betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit aller Beteiligten. Den Abschluss bildete eine gemeinsame Austauschphase, in der zentrale Erkenntnisse gebündelt und Impulse für die weitere Arbeit am Gymnasium mitgenommen wurden.
Mit der Schwerpunktsetzung des Pädagogischen Tages schärft die Schule ihr Profil: Ein umfassendes Sozialcurriculum, die Klassenlehrerstunde, ein eingespieltes Team aus Schulsozialarbeit und Beratungslehrer, der Schülersprechtag sowie ein engagiertes Kollegium zeigen, dass die ganzheitliche Entwicklung und bestmögliche Unterstützung der Schülerinnen und Schüler am Max-Planck-Gymnasium seit Jahren im Mittelpunkt stehen.
