Sozialministerium der SMV beteiligt sich am Volkstrauertag in Schornbach

Am 16.11.25 fand auf dem Schornbacher Friedhof anlässlich des Volkstrauertages eine Gedenkveranstaltung zu Ehren der Opfer von Krieg und Gewalt statt.
Aufgrund des 80-jährigen Weltkriegsendes, aber auch der wiederaufflammenden Radikalisierung in der Gesellschaft, stand die Gedenkstunde in diesem Jahr besonders im Zeichen der Erinnerung an das Vergangene und dem Einsatz für Frieden und gegen das Vergessen.
Neben Beiträgen der Schornbacher Ortsvorsteherin Sandra Sachse, eines Diakons der katholischen Kirche und musikalischer Umrahmung durch den Musikverein Schornbach führte unser Sozialministerium ein Rollenspiel vor.
Dabei wurde bildhaft dargestellt, dass Mobbing und Ausgrenzung auch ein Problem im Schulalltag sind, jedoch ebenfalls, wie man sich dagegen einsetzen kann. Durch eine anschließende Rede des Sozialministers wurde zusätzlich die Wichtigkeit des Projekts „Schule mit Courage – Schule ohne Rassismus“ im Wirken gegen Ausgrenzung und Diskriminierung und für ein tolerantes Miteinander an unserer Schule betont.
Abgeschlossen wurde das Gedenken durch eine Kranzniederlegung vor dem Denkmal der Kriegsopfer auf dem Friedhof. Dabei wurde klar: Es ist unsere Aufgabe, uns für unsere Mitmenschen einzusetzen, nicht wegzuschauen, wenn Unrecht passiert und diese Werte auch in unserem Alltag und unserer Schule zu vertreten.

Das Sozial-Ministerium der SMV

Geschichte vor der Haustür – statt im Klassenzimmer

Wie lebte es sich in Schorndorf während der Zeit des Nationalsozialismus?
Dieser Frage gehen Schülerinnen und Schüler des Max-Planck-Gymnasiums auf ganz
besondere Weise nach – als Stadtführerinnen und Stadtführer, die Geschichte an den
Originalschauplätzen vermitteln.
In Kooperation mit dem Stadtmuseum Schorndorf haben sich bislang 14 Schülerinnen und
Schüler der Jahrgangsstufe 2 zu sogenannten Schülerguides ausbilden lassen. Sie führen
Gruppen und Schulklassen zu Orten, die an die NS-Zeit in Schorndorf erinnern – etwa zu
ehemaligen Wohnhäusern verfolgter Familien oder zu Schauplätzen politischer
Propaganda. Dabei berichten sie von Schicksalen, mutigen Einzelpersonen und vom
Alltag in einer Zeit, in der Ausgrenzung und Anpassung eng beieinander lagen.
Besonders das Schicksal der gut integrierten und angesehenen Musiker-Familie
Guttenberger hat die Schülerinnen und Schüler nachdenklich gestimmt.Viele fühlten sich
ihr besonders verbunden – nicht zuletzt, weil auch das Max-Planck-Gymnasium einen
eigenen Musikzug hat.
Das Projekt zeigt, dass Lernen auch außerhalb des Klassenzimmers stattfinden kann: Die
Schülerguides machen Geschichte sichtbar, greifbar und relevant – direkt vor der eigenen
Haustür. Schon bald werden weitere Guides ausgebildet, die die Führungen fortsetzen und
das Projekt mit neuen Themen bereichern.