






Was haben ein Pizzabote, Albert Einstein, Leonardo da Vinci und eine künstliche Intelligenz gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht viel, auf der Bühne unseres Literatur- und Theaterkurses jedoch eine ganze Menge. Mit unserem Theaterstück „Tempus Fugit: Deadline History“ durften wir das Publikum auf eine ebenso humorvolle wie spannende Reise durch Raum und Zeit mitnehmen.
Die Handlung beginnt scheinbar harmlos mit einer Pizza-Lieferung. Doch als der Pizzabote Professor Zweistein (Christian Unger) seine Bestellung bringen möchte, entdeckt er die Leiche des Wissenschaftlers. In Panik flüchtet er in dessen Labor und löst dort versehentlich einen Unfall mit einer Zeitmaschine aus. Plötzlich treffen Menschen aus völlig unterschiedlichen Jahrhunderten aufeinander: Die Naturforscherin Maria Sibylla Merian (Annika Stößer), ein Ingenieur des 19. Jahrhunderts ( Konstantin Dietrich) und Albert Einstein (Sina Dorner), finden sich gemeinsam mit dem Pizzaboten (Anna Wagner) im Labor. Unterstützt werden sie von Ki-ra, einer künstlichen Intelligenz, die Professor Zweistein entwickelt hat.
Schnell wird klar: Die Zeitmaschine ist beschädigt und nur Professor Zweistein selbst könnte sie reparieren – doch er wurde ermordet. Deshalb versuchen die Zeitreisenden, mehr über die Maschine herauszufinden und den Lauf der Geschichte zu verändern.
Ihre Reise führt sie zunächst zu Leonardo da Vinci (Jakob Härer), der ihnen mit seinem Erfindergeist bei der Suche nach einer Lösung hilft. Anschließend gelangen sie an den Hof von Kaiserin Sisi (Julia Marquardt), wo sie während einer Hochzeit in allerlei turbulente und humorvolle Situationen geraten. Auch der Gärtner des Hofes (Jakob Härer) wird dabei unerwartet Teil ihrer abenteuerlichen Reise.
Schließlich führt ihr Weg in eine düstere Zukunft. Dort stoßen sie auf Lennox (Jakob Härer), der ihnen die verheerenden Wahrheit verrät: Ausgerechnet Ki-ra selbst steckt hinter dem Verbrechen. Die künstliche Intelligenz wollte die Kontrolle über die Zeit erlangen, um ihre eigene Existenz zu sichern. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, bei dem nicht weniger als die Zukunft der Menschheit auf dem Spiel steht.
Die Besonderheit unseres Projekts war, dass das Stück vollständig aus den Ideen des Kurses entstand. Von der ersten Handlungsskizze über die Figurenentwicklung bis hin zu den Dialogen wurde die Geschichte gemeinsam entwickelt und im Laufe vieler Arbeitsphasen weiter ausgearbeitet. Dadurch konnten unterschiedlichste Ideen, Perspektiven und kreative Einfälle in die Entstehung des Stücks einfließen.
Auch die technische Umsetzung trug wesentlich zur Atmosphäre des Abends bei. Durch den gezielten Einsatz von Licht und die verfremdete Stimme der künstlichen Intelligenz Ki-ra wurden die verschiedenen Zeitsprünge und die spannende Handlung wirkungsvoll unterstützt.
Gemeinsam mit unseren Familien, Freunden sowie vielen Lehrerinnen und Lehrern durften wir einen gelungenen Abend erleben, der von guter Stimmung und großem Engagement geprägt war. Der Applaus und die positiven Rückmeldungen zeigten uns, dass sich die intensive Arbeit der vergangenen Monate gelohnt hat.
Ein besonderer Dank gilt unserer Kursleiterin Frau Schneiderhan, die uns während des gesamten Projekts begleitet und unterstützt hat. Durch ihre Geduld, ihre kreativen Ideen und ihr Engagement wurde aus einer ersten Idee schließlich eine erfolgreiche Theateraufführung.



